Professur für Physische Geographie mit Schwerpunkt Ozeanographie
Erdsystemmodelle (ESM) bilden Klimaveränderungen in den Polarregionen noch nicht ausreichend gut ab | © Alexander Haumann
Unsere Gruppe möchte das Bewusstsein für die wichtige Rolle des Ozeans und der Polarregionen im System der Erde schärfen und zeigen, wie sie sich verändern, um die Bemühungen zur Begrenzung der menschlichen Einflüsse auf Ozean, Eis und Klima zu verstärken. Mit unserer Arbeit wollen wir insbesondere die wesentliche Rolle des Südlichen Ozeans, der den antarktischen Kontinent umgibt, bei der Abschwächung des globalen Klimawandels in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verstehen und wie diese hochsensible Region unseres Planeten auf klimatische Veränderungen reagiert.
Der Südliche Ozean hat durch seine Wechselwirkung mit dem Kohlenstoff-, Wasser- und Energiehaushalt der Erde großen Einfluss auf das globale Klima. Diese wichtige Rolle ergibt sich aus dem enormen Wasseraustausch zwischen der Tiefsee und der Meeresoberfläche, der im globalen Ozean sonst nirgendwo zu finden ist. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Südliche Ozean die Erwärmung der Erdoberfläche erheblich verlangsamt, indem er den größten Teil der überschüssigen Wärme im Klimasystem und einen großen Teil der anthropogenen Kohlendioxidemissionen absorbiert hat. In den letzten Jahren hat der Südliche Ozean jedoch drastische Veränderungen erfahren, und bis heute ist ungewiss, ob er auch in Zukunft die Erwärmung der Erdoberfläche in dem Maße bremsen kann, wie er dies in der Vergangenheit getan hat.
Klimamodelle leisten zwar einen wichtigen Beitrag zur Schaffung verlässlicher Informationen für Entscheidungsträger und die Gesellschaft, doch bilden sie die in der Vergangenheit beobachteten klimatischen Veränderungen in der Region des Südlichen Ozeans noch immer nicht angemessen ab, was zu erheblichen Unsicherheiten bei künftigen Prognosen führt. Diese Schwierigkeiten ergeben sich zum Teil aus der Schwierigkeit, in dieser Region Beobachtungsdaten zu sammeln, und der damit verbundenen Wissenslücke. In unserer Gruppe erheben und nutzen wir Beobachtungsdaten und setzen numerische Modelle ein, um Prozesse und Veränderungen im Südlichen Ozean besser zu verstehen und so dazu beizutragen, regionale und globale Projektionen mit Modellsimulationen zu verbessern.
Professur Physische Geographie mit Schwerpunkt Ozeanographie
Gruppenleitung
Als Klimaforscher faszinieren mich vor allem der Ozean, das Eis und die Polargebiete sowie deren Zusammenhang mit dem globalen Kohlenstoff- und Wasserkreislauf. In meiner Forschung beschäftige ich mich vor allem mit dem Einfluss von sich verändernden Süßwasserflüssen und Eismassen auf den Südlichen Ozean in vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Klimaregimen und analysiere die Zusammenhänge mit dem globalen Wandel an der Schnittstelle von Beobachtungsdaten und Modellanalysen.
Koordination Forschungsgruppe
Ich liebe Schnee und Eis, seit ich klein bin und habe daher meine Doktorarbeit über den arktischen Permafrost geschrieben. Anschließend habe ich meinen beruflichen Fokus auf das Management, der Organisation und der Kommunikation von Wissenschaft gelegt und durfte so bereits viele Projekte in der Arktis und der Antarktis mitgestalten und selber koordinieren.
Postdoc
Mein Ziel ist es, die Kohlenstoffsenke des Ozeans und ihre Veränderungen besser zu verstehen, wobei ich einen besonderen Fokus auf den Südlichen Ozean lege. Ich untersuche, wie sich die Physik des Ozeans auf die Rückwege von CO2an die Meeresoberfläche auswirkt, und verwende hierfür besonders gerne Daten, die auf Segelbooten gewonnen wurden.
Postdoc
Ich interessiere mich für die großräumige Ozeanzirkulation des Südlichen Ozeans und ihre Auswirkungen auf Wärme, Süßwasser und andere physikalische Eigenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Längen- und Zeitskalen der physikalischen Prozesse, die das Verhalten der Ozeane bestimmen. Insbesondere konzentriere ich mich auf autonome In-situ-Messungen mit Argo-Floats.
Postdoc
In meiner Doktorarbeit möchte ich die beobachtbare Rolle verstehen, die antarktisches Winterwasser im Südlichen Ozean spielt. Antarktisches Winterwasser ist wichtig für die Verbindung des polaren Südlichen Ozeans mit dem globalen Ozean.
Koordination und Kommunikation von Antarctica InSync
Meine Arbeit besteht darin, Antarctica InSync in seinen Kommunikations- und Outreach-Aktivitäten zu unterstützen. Dazu gehören die Koordination interner und externer Kommunikationsprozesse, die Erstellung und Pflege von Informationsmaterialien sowie die Förderung der Sichtbarkeit von Antarctica InSync innerhalb der wissenschaftlichen Community und darüber hinaus.
Doktorand
Ich bin Ozeanograph mit einer Leidenschaft für die hohen Breitengrade. Mein Ziel ist es, nicht-hydrostatische Modelle zu nutzen, um unser Verständnis der Konvektion im Südlichen Ozean zu verbessern, mit dem letztendlichen Ziel, die Darstellung der Konvektion im Südlichen Ozean in globalen Klimamodellen zu verbessern.
Doktorandin
Student
Masterstudentin
Mein besonderes Interesse gilt physikalischen Prozessen in den hohen Breiten und ihren Auswirkungen auf das Klimasystem. In meiner Masterarbeit untersuche ich, wie oberflächennahe Unterkühlung die Eigenschaften des oberen Südlichen Ozeans beeinflussen. Hierfür entwickle ich eine neue Parametrisierung zur Modellierung von oberflächennaher Unterkühlung in einem Ozeanmodell.
Studentin
In einem Studienprojekt möchte ich die Auswirkungen des zusätzlichen Süßwassereintrags aus der Antarktis auf die obere Zelle der meridionalen Umwälzzirkulation anhand von Modelldaten betrachten."
Studentin
Ich beschäftige mich mit den dynamischen Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und antarktischem Meereis. Dabei untersuche ich insbesondere, wie der Southern Annular Mode als großskaliger atmosphärischer Druckgradient marine Hitzewellen im Südlichen Ozean beeinflusst und in welcher Weise diese wiederum auf die Ausdehnung und Variabilität des antarktischen Meereises rückwirken.
Doktorand
Ich erforsche die physikalischen Ursachen für die Nährstoffversorgung der Phytoplanktonblüte in Südgeorgien durch hochauflösende In-situ-Beobachtungen in der ACC.
| 26.03.2026 >>> 'New Scientist' berichtet über SO-KLIM Forschungsergebnisse aus der Publikation von Theo Spira. |
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| 17.03.2026 >>> Ozeanerwärmung lässt antarktisches Meereis schmelzen. Eine neue Studie von Theo Spira et al. in Nature Climate Change zeigt Gründe für raschen Rückgnang seit dem Jahr 2015 auf. Eine Pressemitteilung dazu ist auf der Seite der University of Gothenburg.. |
| 06.02-11.04.2026 >>> Alexander Hauman und Rowan Brown auf der Summer Weddell Outflow Study (SWOS) Expedition |
| 06.11.2025 >>> Warnsignale vom Ende der Welt. SO-KLIM im Deutschlandfunk |
| 03.11.-06.11.2025 >>> In Frascati (Italien) fand ein Antarctica InSync Workshop statt, mit dem Ziel, gemeinsam mit ExpertInnen einen Wissenschaftsplan abzuschließen. |
| 20.10.2025 >>> Artikel über die Studie von Léa Olivier und Alexander Haumann in Focus |
| 17.10.2025 >>> In einer neuen Veröffentlichung in Nature Climate Change liefern Léa Olivier und Alexander Haumann eine mögliche Erklärung dafür, warum der Ozean um die Antarktis den Klimamodellergebnissen nicht entspricht und trotz der Auswirkungen des Klimawandels weiterhin CO₂ aufnimmt. |
| 29.07.2025 >>> Alex Haumann wurde auf EOS.org im Zusammenhang mit einer gemeinsam verfassten Studie in PNAS zitiert. |
| 06.06.2025 >>> Léa Olivier nimmt an der Präsentation von Malizia Explorer in Monaco sowie am One Ocean Science Congress (OOSC) im Rahmen der UN-Ozeankonferenz (UNOC3) teil. |
| 27.04.2025 >>> Alex Haumann, Emma Robertson, Rowan Brown und Theo Spira waren auf der EGU |